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Fougères, Mont-St-Michel, Dol de Bretagne

 

Mittwoch, den 25. Mai

Die Stadt Fougères ist ziemlich hügelig mit engen Gassen und Treppen. Als wir überlegen, wie wir am besten mit dem Rad herumkommen, werden wir von einer freundlichen Dame angesprochen. Sie ist auch Radlerin und gibt uns Hinweise, wie wir ihre Stadt mit Rad besichtigen können, wo man die beste Aussicht hat und wie man dahin kommt. Es is offensichtlich, dass sie ihre Stadt liebt und ist glücklich, sie einem zu zeigen.

Wir schauen alles an -  die Altstadt, den Jardin Public, die Festung. Es ist tatsächlich eine besonders sehenswerte Stadt.

Es wird wärmer, ja richtig schönes Radfahrwetter. Über kleine Straßen fahren wir zu dem Parc Floral. Die Fahrt ist wunderschön, viele scheckige Kühe weiden auf satt grünen Wiesen, wir sehen unsere ersten Dolmen auf dem Weg, die Straßen gehen immer rauf und runter, aber nie zu steil. Freude. Die Sonne scheint heiß.

Die Dolmen, “Lange Steine” auf bretonisch, dienten in früheren Zeiten als Gemeinschaftsgräber. Sie bestehen aus großen Steinplatten, die zu einer Art einfacher Tisch, zu einer Allee, oder Gang zusammengesetzt sind und zu einer Grabkammer führen. Die Dolmen spielten eine kulturelle Rolle und waren den Begräbnisritualen zugeordnet. Diese Anlagen befinden sich oft an abgelegenen Stellen, was den geheimen Charakter dieser Rituale noch verstärkt.

Mitten in weiten Feldern liegt der Parc Floral von Chateau Foltière. Abwechslungsreiche Blumengärten  in verschiedenen Stilen  sind um das Chateau ausgebreitet. Weiter auf schönsten Straßen kommen wir zurück zum Zeltplatz, eine kleine Fahrt von 42 Kilometern.

In diesem wunderschönen Park aus dem 19. Jahrhundert wurden zehn elegante Prachtgärten rekonstruiert, die zum Wandern anhalten. Am Beginn dieses bukolischen Spaziergangs liegt der persische Garten, gefolgt von der antiken Stadt, die den Besucher in eine mediterrane Welt versetzt. Anschließend kommt man nach Knossos mit seinen Kamelien. Am schönsten ist jedoch das « kleine Tal der Dichter » mit seinem Wasserbecken, den kleinen Brücken und wilden Hainen.

Donnerstag, den 26. Mai

Wieder schönes Wetter und ich freue mich auf die Küste. Unser Zeltplatz ist nur zwei Kilometer von Mont-St-Michel entfernt. Es ist für mich ein Erlebnis, die Insel mit eigenen Augen anzuschauen, wovon ich so viele Bilder gesehen und so viel erzählt bekommen habe.

Der Mont-Saint-Michel ist eine felsige Insel im Wattenmeer etwa ein Kilometer vor der Küste der Normandie, nahe der Grenze zur Bretagne. Die Insel ist berühmt für das auf ihr erbaute Benediktinerkloster (11. bis 16. Jahrhundert), das die im Umfang nur etwa ein Kilometer große Insel dominiert. Es ist eines der schönsten Beispiele für französische mittelalterliche Architektur und für eine befestigte Abtei.

Mont-Saint-Michel ist auch eine Stadt, die schon 708 gegründet wurde, im Mittelalter von Pilgern und heute vom Tourismus lebt. Der Berg und seine Bucht gehören seit 1979 dem Weltkulturerbe der UNESCO an.

Wir fahren mit den Rädern bei sommerlichem Wetter auf einem Fahrradstreifen neben der Straße gemütlich dahin, sind angenehm überrascht, dass die Klosterinsel nicht von Touristen überlaufen ist und machen gleich eine Besichtigung der Anlage mit Dorf und Kloster. Zur Zeit ist Ebbe. Ich würde gerne die Bucht auch bei Flut sehen.

 

Freitag, den 27. Mai

Das Wetter in der Früh ist wieder bestens. Mit dem Auto geht es nach Mont Dol, einem Granitfelsen etwa 30 Kilometer südwestlich von Mont-St-Michel, der einem einen großartigen weiten Blick zum Meer und Mont-St-Michel bietet. Der Berg war früher Druidenheiligtum, viel früher eine Insel, später von den Christen mit Heiligensagen umwoben.  

Die Stadt Dol de Bretagne und ihre Kirche sind auch einen Besuch wert. Von hier aus starten wir für eine schöne Tour .

Das Radeln geht ganz gut trotz einem mächtigen Gegenwind. Aus der Stadt heraus fahren wir zuerst zum Menhir du Champ Dolent, wieder ein Granitbrocken, etwa 6,5 Meter hoch,  einer der schöntsten und größten Menhirs der Bretagne.  Nachdem wir es gebührend bewundert haben, geht es weiter nach Süden auf der Suche nach dem Château Landal.

Menhire [keltisch, „langer Stein“] sind große, lang aufragende Steine, die sich besonders häufig in den ehemals keltischen Gebieten von England, Irland und der Bretagne finden. Die Aufgabe der Menhire ist umstritten. Die dreieckige Spitze vieler Menhire deutet darauf hin, dass sie als Ruheplatz für den Seelenvogel gedacht waren, während die obigen deutschen Bezeichnungen wegen der phallischen Form eher an einen Fruchtbarkeitskult denken lassen. Verschiedentlich wurde geäußert, sie könnten zur Anvisierung des Mond- bzw. Sonnenaufgangs gedient haben, also zu astronomischen Zwecken gesetzt worden sein

 

An diesem Punkt wird unsere Reise unterbrochen - in Nachhinein nicht dramatisch, und ich möchte mich nicht hier hier über meine Gesundheit auslassen, aber die Störung ist Grund genug, den Ausflug zu unterbrechen. Wir halten es für notwendig, für eine weitere ärztliche Behandlung  zurück nach München zu fahren. Leider ist Schluss mit der Bretagne-Reise gleich in den Anfängen.

Château Landal haben wir auch gar nicht gefunden. Der Zugang ist offensichtlich so zugewachsen, dass man leicht daran vorbei fahren kann, auch im Fahrradtempo.

Aber Ende gut alles gut - ich bin wieder fit. Und wohin die nächste Reise geht, werden wir sehen.

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